Rhythmusstörungen, Herzschrittmacher und ICD

Medizin 2

Direktor:
Prof. Dr. med. Stephan Achenbach

Rhythmusstörungen, Herzschrittmacher und ICD

Bild eines Arztes bei einer elektrophysiologischen Untersuchung
Elektrophysiologische Untersuchung

Ablation von Herzrhythmusstörungen 

Die Elektrophysiologie befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von schnellen (tachykarden) und langsamen (bradykarden) Herzrhythmusstörungen. Tachykarde Herzrhythmusstörungen haben ihren Ursprung häufig in den Herzvorhöfen. AV-Knoten-Reentry-Tachykardien, Tachykardien bei akzessorischer Leitungsbahn (WPW-Syndrom), atriale Tachykardien, Vorhofflattern und Vorhofflimmern werden behandelt. Bei komplexen Herzrhythmusstörungen kann mit CT-gestützter dreidimensionaler Bildgebung und elektroanatomischem Mapping der Ursprung der Tachykardie lokalisiert werden. Im Gegensatz zur Hochfrequenzenergie besteht kein Risiko einer Verengung der Pulmonalvenen (Pulmonalvenenstenose) und einer Verletzung der Speiseröhre. Auch die Bildung von Blutgerinnsel, die zum Schlaganfall führen kann, ist bei der Cryoablation geringer.

Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren

(ICD) Herzrhythmusstörungen aus der Herzkammer treten häufig bei eingeschränkter Herzpumpfunktion nach einem Herzinfarkt (Ischämische Kardiomyopathie) oder nach einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis, Dilatative Kardiomyopathie) auf. Bei erhöhtem Risiko für einen plötzlichen Herztod wird ein Kardioverter/Defibrillator (ICD) implantiert.

Kardiale Resynchronisationstherapie bei Herzinsuffizienz

Bei zusätzlich bestehender Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann eine zusätzliche Elektrode im Koronarvenensinus zu einer Verbesserung der Herzpumpleistung führen (biventrikulärer ICD, kardiale Resynchronisationstherapie). Bei modernen ICD-Systemen können Vitalwerte des Patienten und Informationen über das Aggregat telemedizinisch überwacht werden. Bradykarde Herzrhythmusstörungen treten ebenfalls im Rahmen einer koronaren Herzerkrankung oder nach Myokarditis. Sie können zu anfallsweisem Bewusstseinsverlust (Synkope) führen. Hier kann ein Einkammer- oder Zweikammer-Herzschrittmacher implantiert werden.

Diagnostik bei unklaren Synkopen (Bewußtlosigkeiten)

Bei unklaren Synkopen kann ein Gerät von der Größe eines Memory-Sticks unter die Haut implantiert werden. Über den aufgezeichneten Herzrhythmus kann so die Ursache der Synkope diagnostiziert werden und eine spezifische Therapie eingeleitet werden.

Für Anfragen von Ärzten und Patienten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Patienten können sich nach vorheriger Terminvereinbarung in der Rhythmussprechstunde vorstellen.

 
Ansprechpartner
Dr. med. Martin Arnold
Visitenkarte
Ingrid Degenkolbe
Visitenkarte
 
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